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Mammographie
Terminvereinbarung:
erforderlich
Vorbereitung: nicht erforderlich
Kontrastmittel: nicht erforderlich
Funktionsprinzip
Auch
bei der Mammographie handelt es sich um ein Röntgenverfahren. Daher beruht
sie auf demselben, einfachen Mechanismus: unterschiedliche Gewebsstrukturen haben
unterschiedliche Dichte. Je größer die Dichte, desto mehr Kontrast
ergibt sich am Röntgenfilm. Bei der Mammographie werden besonders weiche
Röntgenstrahlen eingesetzt. Für ausführlichere Informationen über
das Röntgenverfahren klicken Sie bitte hier.
Nach wie vor ist die Mammographie die wichtigste Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs.
Untersuchungsablauf
Um
optimale Bilder bei möglichst geringer Strahlenbelastung zu erzielen, muss
die Brust kurz etwas zusammengedrückt werden, was zwar nicht schmerzhaft
sein sollte, jedoch als unangenehm empfunden werden kann. Je besser die Brust
komprimiert wird, desto größere Aussagekraft haben die Röntgenbilder.
Da diese Kompression nach Ende der Regelblutung im allgemeinen als am wenigsten
unangenehm empfunden wird, bemühen wir uns, die Untersuchungen zu diesem
Termin zu vereinbaren.
Wenn die Aufnahmen entwickelt sind, folgt eine genaue
ärztliche Untersuchung und Anamneseerhebung. Falls nötig, wird auch
eine Ultraschalluntersuchung angeschlossen.
Wichtige
Hinweise
Unbedingt die alten Mammographiebilder zu den Untersuchungen mitbringen!!
Bitte
bewahren Sie die Mammographiefilme sorgfältig auf und bringen Sie die Bilder
zur nächsten Kontrolluntersuchung unbedingt mit. Viele Veränderungen
sind nur durch Verlaufskontrolle (unter gleichzeitiger Betrachtung der alten und
neuen Filme) zu erkennen.
Einsatzgebiete
Diese
Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:
Die
Mammographie ist die wichtigste Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von
Brustkrebs. Frauen zwischen 35 und 50 sollten alle 2 Jahre eine Mammographie als
Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen, Frauen über 50 einmal im Jahr.
Das gilt besonders dann, wenn ein erhöhtes Risiko besteht, etwa wenn Brustkrebsfälle
in der Verwandtschaft gehäuft aufgetreten sind. Unter allen Umständen
sollte jede Frau sich einmal im Monat (am Ende der Regelblutung) die Brust selbst
untersuchen und auf alle Veränderungen achten. Sie können die Entstehung
eines Tumors in der Brust zwar nicht verhindern, aber Sie können durch eine
sinnvolle Vorsorge dazu beitragen, dass ein eventueller Tumor in einem frühen
Stadium erkannt wird. Je kleiner ein Tumor bei seiner Entdeckung, um so besser
sind die Heilungschancen. Bei Tumoren unter 2 cm werden über 90% der betroffenen
Frauen geheilt.
Betrachten
Sie ihre Brust regelmäßig vor dem Spiegel und suchen Sie Veränderungen
wie Verfärbungen der Haut, Einziehungen oder Vorwölbungen. Tasten Sie
die Brust einmal monatlich (am besten nach der Regel) auf Verhärtungen und
Veränderungen ab. Diese Verhärtungen sind besonders verdächtig,
wenn sie nicht schmerzhaft sind. Sie sind etwa so groß wie ein Fingerknöchel
und auch sehr hart. Besonders wichtig ist es dabei, Veränderungen im Tastbefund
der Brust festzustellen, und wer könnte das besser als Sie selbst.
Unterziehen
Sie sich auch regelmäßigen Untersuchungen bei Ihrem Arzt oder Gynäkologen.
Wird
im Zuge der Mammographie ein verdächtiger Knoten festgestellt und ist dieser
tastbar, so wird mittels Ultraschall entschieden, ob es sich um eine Zyste (flüssigkeitsgefüllter
Hohlraum) oder einen soliden Herd handelt. Bei Zysten kann die Flüssigkeit
mit einer Nadel abgesaugt und der "Tumor" auf diese Weise entfernt werden.
Ein tastbarer solider Tumor wird im allgemeinen chirurgisch entfernt (Probeexcision)
und der feingeweblichen Untersuchung (Histologie) zugeleitet. Dort kann herausgefunden
werden, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt (Tumor ist
lateinisch und heißt zunächst nur "Beule"; mit diesem Ausdruck
ist noch nicht eine bösartige Veränderung gemeint. Auch z.B. ein entzündlicher
Abszess heißt im medizinischen Jargon entzündlicher Tumor). Normalerweise
wird die histologische Untersuchung noch während der Narkose durchgeführt,
so dass nötigenfalls noch die Umgebung des Tumors mitentfernt werden kann.
Wenn der solide Herd sehr klein ist, kann im Rahmen einer stereotaktischen Mikrobiopsie mit einer Nadel eine Gewebeprobe entnommen werden. Stellt sich heraus, dass es sich um Anteile eines gutartigen Herdes handelt, sind weitere Maßnahmen nicht nötig. Lautet die histologische Diagnose jedoch maligne (bösartig) oder verdächtig, muss anschließend der ganze Herd entfernt werden. Wenn die Veränderung nicht tastbar ist, muss der Herd mit einem dünnen Markierungsdraht für den Chirurgen markiert werden.
Heute wird durchgehend darauf geachtet, brusterhaltend zu operieren. Je früher ein bösartiger Tumor erkannt wird und je kleiner er daher ist, desto besser ist die Chancen auf eine kleinen, brusterhaltenden Eingriff. Im Anschluss ist dann meist eine Strahlentherapie notwendig und gelegentlich auch eine Chemotherapie und/oder Hormontherapie. Die Behandlung ist für jede Tumortype etwas anders und hängt vor allem von der histologischen Diagnose ab.
Sollte die komplette Entfernung der Brust unvermeidbar sein, so kann später durch plastisch-chirurgische Maßnahmen (Brustaufbau) ein kosmetisch akzeptables Ergebnis angestrebt werden.
Brusterkrankungen,
besonders bösartige, stellen immer auch eine große seelische Belastung
dar. Der Kontakt zu anderen Betroffenen, z.B. in Selbsthilfegruppen oder Krebshilfe-Beratungszentren
sowie die begleitende psychologische Betreuung durch Ärzte, Pflegepersonal
und speziell ausgebildete Psychologen hilft, diese Belastung zu bewältigen.
Häufig
bei der Mammographie gestellte Fragen
Besteht
eine Gefährdung durch Druck des Geräts bzw. durch die Strahlendosis?
Die
Brust muss bei der Röntgenuntersuchung im Aufnahmegerät vorsichtig zusammengedrückt
werden. Dies ist eine wesentliche Strahlenschutzmaßnahme, da die Strahlendosis
um so niedriger ist, je kürzer der Weg durch das Gewebe ist. Außerdem
werden dadurch die Bilder schärfer und besser beurteilbar. Die meisten Frauen
empfinden das Zusammendrücken als unangenehm, es ist aber nur selten wirklich
schmerzhaft und dauert nur einen kurzen Augenblick. Keinesfalls wird jedoch ein
Knoten durch den Druck bösartig, wie das manchmal von Laien vermutet wird
oder durch die Mammographie überhaupt hervorgerufen.
Was
ist bei Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze zu tun?
Derartige
Absonderungen sind zumeist hormonell bedingt, besonders wenn sie beidseitig auftreten.
Bei einer einseitigen Absonderung aus nur einem Milchgang wird eine Kontrastmitteldarstellung
dieses Milchganges im Rahmen einer sogenannten Galaktographie zum Ausschluss von
Wucherungen innerhalb des Milchgangs vorgenommen. Zunächst genügt häufig
die Anfertigung eines Abstriches der Flüssigkeit.
Genügt
zur Vorsorge nicht auch eine Ultraschalluntersuchung der Brust?
Mittels
Ultraschall kann eine Unterscheidung getroffen werden, ob es sich bei einem tastbaren
Knoten lediglich um eine (harmlose) flüssigkeitsgefüllte Zyste handelt
oder einen festen Gewebeknoten. Eine alleinige Ultraschalluntersuchung reicht
zur Vorsorge nicht aus, da kleine Karzinome nicht sicher erkannt werden.
Meine
Mutter (Schwester, Tante...) hatte Brustkrebs - bin ich erblich belastet?
Im
allgemeinen ist die genetisch bedingte Brustkrebsdisposition nicht sehr häufig.
Man ist eher dann genetisch belastet, wenn der Brustkrebs bei den direkten Verwandten
in jungen Jahren (unter 30) aufgetreten ist.
Wo
und wann sollte ich mich untersuchen lassen?
Stellen sie bei der Selbstuntersuchung
einen Knoten fest, sollten sie sich von ihrem Arzt untersuchen lassen. Dieser
wird, falls erforderlich, über die weiteren Schritte entscheiden. Im Regelfall
wird er sie an einen Radiologen zur Mammographie überweisen.
Generell
sollten sie ab dem 35. Lebensjahr mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen
beginnen und alle 2 Jahre eine Mammographie durchführen lassen. Bei Frauen
über 50 Jahre sollte einmal im Jahr eine Vorsorgeuntersuchung durchgeführt
werden. Besteht ein erhöhtes Risiko, etwa wenn Brustkrebsfälle in der
Verwandtschaft gehäuft aufgetreten sind, kann die Mammographie auch öfter
gemacht werden.