Herz-Lungen-Röntgen (Thoraxröntgen)Schädel- und Knochen-Röntgen
Magen-RöntgenNierenröntgen (IVP)
Dickdarm-Röntgen (Irrigoskopie)Venen-Röntgen (Phlebographie)
Gallenröntgen-Leeraufnahme (ersetzt Cholecystographie) 
Gallengangsröntgen (i.v. Cholangiographie)
 


Röntgen


Funktionsprinzip
Das Röntgen beruht auf einem einfachen Mechanismus: unterschiedliche Körperteile haben unterschiedliche Dichte.Je größer die Dichte, desto mehr Kontrast ergibt sich am Röntgenfilm. Da somit immer der Körperteil dargestellt wird, dessen Dichte am größten ist, können andere, davor oder dahinter liegende Körperteile nicht dargestellt werden. Bei manchen Körperregionen ist es daher auch notwendig, ein Kontrastmittel zu Hilfe zu nehmen.

Grundsätzlich werden Röntgenuntersuchung auf zwei Arten durchgeführt. Während manche Körperregionen mittels konventionellen Röntgenaufnahmegeräten untersucht werden und die notwendigen Aufnahmen sofort gemacht werden, wird bei anderen Regionen die Untersuchung mittels Durchleuchtungsgerät gemacht. Bei der Durchleuchtung, ebenfalls ein Röntgenverfahren, wird die zu untersuchende Region mittels Monitor beobachtet und die Bilder dann abfotographiert. Der Patient steht bzw. liegt während der Untersuchung auf einem beweglichen Röntgentisch, wodurch der Patient von der stehenden in die liegende Position gebracht werden kann.

Wichtige Hinweise
Für unsere weiblichen Patienten ist wichtig, dass sie uns eine eventuelle Schwangerschaft vor der Untersuchung mitteilen.
Bitte nehmen Sie - falls vorhanden - immer alte Bilder mit !!!



Herz-Lungen-Röntgen (=Thorax-Röntgen)


Terminvereinbarung: nicht erforderlich
Vorbereitung: nicht erforderlich
Kontrastmittel: nicht erforderlich

Untersuchungsablauf
Der notwendige Kontrast zu den Weichteilen der Brustkorborgane wird durch die in den Lungen vorhandene Luft erzeugt. Es werden 2 Aufnahmen in tiefer Einatmung von vorne und von der Seite aufgenommen. Manchmal muss zusätzlich in der Durchleuchtung ein unklarer Befund in Bewegung analysiert werden.

Einsatzgebiete
Diese Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:

Anfang



Magen-Röngten


Terminvereinbarung: erforderlich
Vorbereitung: erforderlich
Kontrastmittel: erforderlich

Untersuchungsablauf
Zuerst wird durch die Einnahme eines Brausepulvers der Magen größtmöglich aufgebählt. Nach Trinken des Kontrastmittelbreis beobachtet der Radiologe wie das Kontrastmittel durch die Speiseröhre und den Magen rinnt. Anschließend wird die Durchleuchtungsanlage mit dem Patienten in Liegeposition gebracht. Damit alle Teile der Magenwand gut mit Kontrastmittel beschlagen sind, muss sich der Patient einmal um die eigene Achse drehen. Dann werden die benötigten Bilder aufgenommen. Wir benützen eine besonders strahlenschonende digitale Durchleuchtungsanlage und dokumentieren die Bilder in schonender Indirekt-Technik auf Laserfilm.

Da der Magentrakt, weil aus Weichteilen bestehend, nur sehr wenig Kontrast erzeugt, ist die optimale Vorbereitung und die Kontrastmittelverabreichung erforderlich.

Einsatzgebiete
Diese Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:

Anfang



Röntgen des Dickdarms (=Irrigoskopie)


Terminvereinbarung: erforderlich
Vorbereitung: erforderlich
Kontrastmittel: erforderlich

Untersuchungsablauf
Die Untersuchung wird am Durchleuchtungsgerät durchgeführt und beginnt im Liegen. Zunächst wird ein weiches Darmrohr in den Enddarm geschoben und ein kleiner Einlauf mit Kontrastmittel verabreicht. Danach wird der Patient ersucht, den Darm wieder so gut es geht zu entleeren (das Kontrastmittel fließt dabei wieder in den Kunststoffbeutel zurück; durch Verwendung eines geschlossenen Systems ist dies sehr rasch und unbelastend möglich). Danach wird die Darmbewegung mittels Injektion in die Vene kurzfristig unterbunden. Nach diesen Vorbereitungen wird nun der Dickdarm mit Luft aufgebläht und zur vollen Entfaltung gebracht. Die Doppelkontrastmethode (Einlauf und Luft) bietet den Vorteil, dass man durch die Darmschlingen hindurchsieht und auch überlagernde Schlingen die Sicht nicht verdecken. Auf diese Weise gelingt es, auch wenige Millimeter große Wucherungen der Dickdarmschleimhaut verlässlich zu finden.Abschließend werden die benötigten Bilder aufgenommen. Wir benützen eine besonders strahlenschonende digitale Durchleuchtungsanlage und dokumentieren die Bilder in schonender Indirekt-Technik auf Laserfilm.Nach der Untersuchung entleert der Patient seinen Darm in der für den Durchleuchtungsraum exklusiven Toilette.

Wichtige Hinweise
Um exakte Einhaltung der Vorbereitungsanweisungen wird dringlichst ersucht. Aus Sicherheitsgründen ist zur letzten Darmspiegelung (Rektoskopie oder Colonoskopie) ein zeitlicher Mindestabstand von 5 Tagen einzuhalten.

Einsatzgebiete
Diese Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:

Anfang



Gallen-Röntgen-Leeraufnahme mit anschließendem Oberbauch-Ultraschall


(ersetzt die Cholecystographie)
Terminvereinbarung: erforderlich
Vorbereitung: erforderlich
Kontrastmittel: nicht erforderlich

Untersuchungsablauf
Zuerst wird im konventionellen Röntgen eine Leeraufnahme der Galle angefertigt. Danach folgt eine sonographische Untersuchung des Oberbauchs.

Wichtige Hinweise
Die Durchführung einer Cholecystographie ist nicht mehr möglich, da das dazu benötigt Kontrastmittel nicht mehr hergestellt wird.

Einsatzgebiete

Anfang




Gallengang-Röntgen (=i.v. Cholangiographie)


Terminvereinbarung: erforderlich
Vorbereitung: erforderlich
Kontrastmittel: erforderlich

Untersuchungsablauf
Wie auch beim einfachen Gallenröntgen wird zunächst eine Leeraufnahme angefertigt. Danach wird ein spezielles Kontrastmittel in eine Vene als Infusion verabreicht. Dieses Kontrastmittel wird über die Leber ausgeschieden und sammelt sich in der Gallenblase an, färbt aber auch die Gallenwege an so dass sie im Röntgen erkennbar werden. Wenn die Gallenblase noch vorhanden ist, wird abschließend eine Reizmahlzeit (Schokolade) verabreicht um zu prüfen, ab sich die Gallenblase noch zusammenziehen kann. Die Untersuchung dauert etwa 3 Stunden, weil die Ausscheidung des Kontrastmittels aus der Leber relativ langsam vonstatten geht. In Ausnahmefällen kann es auch bis zu 5 Stunden dauern.Diese Untersuchung hat durch die Verwendung des Ultraschalls viel an Bedeutung verloren und wird nur noch selten angewandt.

Einsatzgebiete

Anfang



Schädel- und Knochenröntgen (=Skelettaufnahmen)


Terminvereinbarung: nur bei umfangreichen Untersuchungen erforderlich
Vorbereitung: nicht erforderlich
Kontrastmittel: nicht erforderlich

Untersuchungsablauf
Das Skelettröntgen kann rasch und einfach durchgeführt werden und bietet wirtschaftlich ein gutes Preis/Leistungsverhältnis auf niedrigem Niveau, ist jedoch zur Frühdiagnose nur eingeschränkt geeignet. Grundsätzlich sind immer Röntgenaufnahmen in 2 Ebenen (von vorne und von der Seite) zu dokumentieren. Generell gilt, dass der höchste Grad an diagnostischer Sicherheit nur durch Vergleich der kranken mit der gesunden Seite erzielt werden kann; es sollte daher generell bei Aufnahmen der Arme oder Beine eine Vergleichsaufnahme der gesunden Seite dokumentiert werden.

Wichtige Hinweise
Um die richtige Diagnose stellen zu können, ist es manchmal notwendig, Vergleiche im Zeitverlauf bzw. Vergleiche zur anderen, gesunden Seite anzustellen. Der Patient wird daher gebeten, alte Bilder zur Untersuchung mitzubringen. Für weiterführende Untersuchungen wie CT, MRT oder Nuklearmedizinische Methoden sind die sogenannten konventionellen Röntgenbilder eine unentbehrliche Grundlage und sollten daher auch zu diesen Untersuchungen mitgebracht werden.

Einsatzgebiete
Diese Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:

Anfang




Röntgen der Niere und ableitenden Harnwege (=IVP, IVU)


Terminvereinbarung: erforderlich
Vorbereitung: erforderlich (IVP)
Kontrastmittel: erforderlich

Untersuchungsablauf
Die Untersuchung dauert ca. eine halbe Stunde, denn solange dauert es, bis die Niere das Kontrastmittel wieder ausgeschieden hat. Zunächst wird eine Leeraufnahme das Harntrakts (des gesamten Bauches) angefertigt um verkalkte Steine nachzuweisen, denn solche wären später im kontrastmittelgefüllten Nierenhohlsystem nicht mehr zu erkennen. Danach wird ein Kontrastmittel verabreicht, welches die Harnblase aber auch die Harnleiter anfärbt, so dass sie im Röntgen erkennbar werden. Wenn eine Abflussstörung der Harnblase zu vermuten ist (z.B. bei Prostataproblemen oder Blasensenkung) wird abschließend noch eine Aufnahme nach Entleerung der Blase angefertigt um die Menge etwaigen Restharns abschätzen zu können.

In dringenden Fällen werden nach Möglichkeit natürlich auch unangemeldete Patienten eingeschoben.

Einsatzgebiete
Diese Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:

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Phlebographie (=Venographie; Röntgen der Venen am Bein oder Arm)


Terminvereinbarung: erforderlich
Vorbereitung: nicht erforderlich
Kontrastmittel: erforderlich

Untersuchungsablauf
Durch Gabe von Kontrastmittel lässt sich die Blutzirkulation darstellen. In dringenden Fällen werden natürlich auch unangemeldete Patienten nach Möglichkeit eingeschoben.

Einsatzgebiete
Diese Technik wird in erster Linie zur Beantwortung folgender Fragestellungen eingesetzt:

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